Wissenswertes und Genussideen

Wissenswertes und Genussideen

 

"Klein wie Kümmel, blau wie Himmel, grün wie Gras; rat was ist das?" (Westfälischer Kinderspruch)

Lein (linum usitatissimum) - Heilpflanze des Jahres 2005

Die unscheinbare Leinpflanze mit Ihren blauen Blüten begleitet den Menschen schon seit Jahrtausenden. Die ganze Pflanze ist nützlich. Sie bietet die Fasern (Flachs) für die Leinenherstellung, die Samen enthalten Öl, Schleimstoffe und Eiweiße und stellen somit ein Nahrungs-, Heil- und Futtermittel dar. Weitere Anwendung des Leinöls im technischen Bereich sind das Linoleum, Leinölfarben und - firnis. Leinsamen liefern das in vielen Regionen so beliebte Leinöl, welches bereits früher ein wichtiger Bestandteil der Nahrung einfacher Leute war.

Öl aus Leinsamen ist reich an ungesättigten Fettsäuren (Omega 3), welche lebenswichtige Funktionen erhalten und damit verschiedene Beschwerden positiv beeinflussen können. Weitere Inhaltsstoffe des kaltgepressten Leinöls sind die Vitamine A und E sowie Eiweiße, Kohlenhydrate, Geschmacksstoffe, Lecithin und Mineralien.

Trübstoffe im Leinöl sind Lignane, die auch als Phytoöstrogene oder sekundäre Pflanzenstoffe bezeichnet werden und sich ebenfalls positiv auf die Gesundheit, vor allem bei entzündlichen Prozessen und z.T. bei Krebserkrankungen und hormonellen Störungen auswirken. 

Da das Leinöl durch seine mehrfach ungesättigten Fettsäuren besonders licht-, luft- und temperaturempflich ist, bitte immer gekühlt, dunkel und gut verschlossen lagern, da es sonst bitter wird und die gesunden Inhaltsstoffe verloren gehen. 

Leinöl sowie andere hochwertige Öle eignen sich nicht zum Erhitzen, da dabei Transfettsäuren entstehen, die nachweislich krebserregend sind.

Das Leinöl schmeckt köstlich über kalte Speisen wie Topfen oder Salate, als Verfeinerung von Suppen und Eintöpfen, in Smoothies und Nachspeisen.

Wir sind selbst seit vielen Jahren Leinölkonsumenten und stehen in Kontakt mit Leinölexperte, Buchautor und Heilpraktiker Ing. Josef Horner. Zusammen mit ihm haben wir uns mit dem Thema gesunde Speiseöle, Rezepte und Verarbeitungsmöglichkeiten auseinandergesetzt und beraten Sie gerne!

Unsere Buchempfehlungen:

"Leinöl - goldenes Lebenselixier" Ing. Josef Horner

"Die Natur ist der Arzt - Lein " NHV Theophrastus

 

Quelle: Ing. Josef Horner und NHV - Theophrastus - Die Natur ist der Arzt

Genussideen

Die Verwendung von Leinsamen, Leinöl und gemahlenem Leinkuchen ist vielseitig und für eine geschmackvolle, gesunde Ernährung unerlässlich.

Leinöl – Genussrezepte

Leinöl – Topfen – Müsli

Dieses Rezept beruht auf der Öl-Eiweiß-Kost von Dr. Johanna Budwig

100 g Topfen

2 EL Milch

1 TL Honig

3 EL Leinöl

2 EL Leinsamen frisch geschrotet

1 Apfel oder andere frische Früchte der Saison

Nüsse oder Gewürze nach Geschmack

Den geschroteten Leinsamen und die zerkleinerten Früchte in eine Schale geben. Leinöl, Milch und Honig mit dem Mixer verrühren. Topfen nach und nach dazu mischen bis eine cremige Masse entsteht und diese auf Früchte und Leinschrot geben. Zur Abrundung kann noch mit Vanille, geriebenen Walnüssen, geriebener Zitronenschale (ungespritzt) Bananenscheibchen oder Zimt und Ingwer verfeinert werden.

 

Kräutertopfen

250 g Topfen

3 EL Leinöl

3 EL Milch

Salz und Pfeffer

Zwiebel, Knoblauch und frische Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Bärlauch oder Maggikraut (Liebstöckel)

Topfen mit Leinöl und Milch cremig rühren. Zwiebel und Knoblauch sowie frische Kräuter nach Bedarf und Geschmack klein hacken und in die Creme rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zu frischem Brot, Ofen- oder Pellkartoffeln reichen.

 

Topfenaufstrich mit Bärlauch oder Kräutern

250 g Topfen

3 EL Leinöl

3 EL Milch oder Sahne

50 g frischer Bärlauch oder Kräuter nach Belieben

1 hart gekochtes Ei, fein gehackt

Salz und Pfeffer

Topfen mit Leinöl und Milch cremig rühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Dann das Ei und den Bärlauch oder Kräuter untermischen.

 

Topfenknödel– süß oder herzhaft

150 g Dinkelgrieß oder feinen Maisgrieß (glutenfrei)

2 Eier

Leinöl oder Leinfett nach Geschmack

Zucker oder Salz nach Geschmack

Topfen, Grieß, Eier und Salz gut miteinander verrühren und die Masse ca. 3 Stunden stehen lassen, damit der Grieß aufquellen kann. Mit nassen Händen daraus Knödel formen, in siedendes Salzwasser legen und herausnehmen, wenn die Knödel an der Oberfläche schwimmen. Je nachdem, ob Sie die Knödel süß oder herzhaft mögen, entweder mit Leinöl beträufeln, mit etwas Zucker  und Butterbröseln bestreuen und Kompott dazu servieren oder aber mit Leinfett abschmalzen und mit grünem Salat servieren.

Quelle: Ing. Josef Horner – aus dem Buch: Leinöl – goldenes Lebenselixier

Gutes Gelingen und guten Appetit wünscht www.oelmacherei.at

 

Neu! 

Kühlschrank zur Selbstabholung in der Ölmacherei.